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From: Dan Drew <>
Subject: Re: [DVHH-L] Schimpfworten (curse words)
Date: Tue, 27 Sep 2005 21:02:17 -0500
References: <20050928005307.68278.qmail@web60816.mail.yahoo.com> <129f01c5c3c8$8cb3db40$6001a8c0@yourqdhfp5lhxd>
In-Reply-To: <129f01c5c3c8$8cb3db40$6001a8c0@yourqdhfp5lhxd>


On Sep 27, 2005, at 8:04 PM, Mercydorf wrote:
> Donauschwaben had their own curse words? ;-)

They must have had LOTS of them! The following is from:
http://www.deutschforum.szeged.hu/bal.html

My favorite is the very last one under Fluchwörter: [Curse words:]
Jetz hep ich tie Naas voll (in Batschka-Deutsch)
Jetzt habe ich die Nase voll (in "higher" German)
Now I've (finally) got a snout full! (In English idiom)

1.8 Schimpfen und Fluchen
Glauben und Aberglauben hielten unsere Menschen so fest im Griff, daß
sie weder in Gedanken noch in Wirklichkeit zu bösen Ausdrücken in der
Lage waren. Stellt man die frommen Ausdrücke neben die bösen, so zeigt
sich ein Verhältnis, als ob die Alpen neben den Buchenwaldhügeln
stünden. War man auf sich oder andere böse, machte man sich schneller
mit einem Schimpfwort, als mit einem Fluch Luft.

1.8.1 Schimpfwörter
An oft gebrauchten Schimpfwörtern kann man (mundartlich) aufzählen:
Aff, Affaarsch, Affamichl, aldr oder wiedichr (tollwütiger) Hund,
Arschleckr, Brillaschlanga, Dackl, Dusl, Dummrjan, Duppl
(Begriffstutziger), Eelgetz (Ölgötze), Elendichr, Ewrzoh (vorstehender
Zahn), Farz, Faulpelz, Fledrwisch (Oberflächlicher), Feegr, Feegnescht,
Farz (Furz), Fiedl (Fürzchen), Fiedlhans, Fratz, Fratschlweib
(Hausiererin), Fuchtl (Unausstehliche), Gacksr (Stotterer), Gaffr,
Gockl, Grasaff, Grifflspitzr, Growian, Großkotz, Hallodri
(Leichtlebiger), Halbarsch (Unmännlicher), Hamball (Naiver), Himmlkuckr
(Träumer), Hemdlungr (Langschläfer), Hosalottra (alter Angeber),
Hosafarzr, Hurabock, Ichmensch, Iwrkandidltr (Spinner), Jammrlappa,
Knallkopp, Knallarsch, Knausra, Krippl, Kwacksalwr (anmaßender
Heilkundler), Kwecksilwr (ohne Sitzleder), Lackaff, Loomarsch, Laale
(beides Lahmarsch), Laschtr, Laatschamichl (beide Leichtlebige),
Liedrichr, Ludrian (männliches Luder), Lugabeitl, Lugahamml, Lulatsch
(Grobschlächtiger), Limml, Lump, Lumpahund, Luudr, Luudrjan, Maulesl,
Maulaff (Gaffer), Mensch, Mollakopp (Kaulquappe), Muli, Muschtr (Muster
= diszmadár), Nackarsch, Neschthockr (Muttersöhnchen), Nicksnutz,
Pangrt (beide schlecht erzogen), Paplarsch (Schwätzer), Pauralimml
(dummer Bauer), Pettprunsr, Pettsajchr (beide Unreife), Putzamann
(Hampelmann), Pechhamml (Unglücksrabe), Pillatrehr (kleinlicher
Intelligenzler), Plapprtasch, Ploggeischt (auf die Nerven Gehender),
Rappl (Überlauter), Rindviech, Rinozaroß, Rippl, Ruppl (beide
Ungehobelte), Rotznaas, Rotzbeitl, Rotzleffl, Saufprudr, Sauhund,
Saumaaga, Sauhaafa (alle Unflätige), Schandfleck, Scheeraschleifr,
Scheißr, Scheiß, Schlampr, Schmarotzr, Schnapsnaas, Schnapsdrossl,
Schussl, Schlawienr (Unzuverlässiger), Schludra (Oberflächlicher),
Schnalla (Leichtlebige), Schindr (Tierquähler), Schuhputzr
(Unwürdiger), Sajchr (Bettnässer), Simpl, Speckprudr (Hausierer), Spitz
(Hundenatur), Stoffl, Stritzi, Stroßafegr, Stuwahockr, Tapptrei
(Ungeschickter), Treckspatz, Tattarich (Dattergreis), Tataar (Rohling),
Teiflsbroota, Teiflsbruut, Tollpatsch, Trampl, Traanfusl (Langsamer),
Trutschl (kleine Drudenhexe), Tirk, Urschl oder Wurschtl (Huddeler),
Vierlefanz (Oberflächlicher), Wusl, Wutzl (Dreckschweinchen), Wutz,
Zarniegl, Zottl (unschön Gekleideter), Zunsl und Zuttl (Schlampige).

1.8.2 Fluchwörter
Beim Fluchen unterschieden wir uns von unseren Nachbarnationen, ließen
uns aber auch anstecken. Sie hatten im Zorn auch vor dem größten
Hochheiligen keinen Respekt und zogen auch mal die Eltern, vor allem
die Mutter in den tiefsten Schmutz, während wir uns meistens am Himmel
- als dem Wettermacher - versündigten. Mein Vater fluchte nur in
größtem Zorn ungarisch oder raitzisch. Sonst waren auf schwäbisch seine
bekanntesten Flüche: Himml nochmol, Himmel und Hell, Herrgott nochmol,
vrdammt nochmol, Krutzitirk, Sakratirk, dr Teifel soll s hola, Teifl
nochmol, leck mich am A., tu kansch mich mol, tes kann mich mol, jetz
hep ich tie Naas voll.


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